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Reiseversicherung
Überblick über die Reise-Rücktrittskostenversicherung bei Terra Reisen

Bei allen Leistungen aus den Programmen von Terra Reisen ist eine Reise-Rücktrittskostenversicherung im Reisepreis enthalten. Der Versicherer, die Europäische Reiseversicherung AG, A-1220 Wien, Kratochwjlestraße 4, leistet den Ersatz der Stornogebühren, z.B. bei unerwarteter schwerer Erkrankung, schwerem Unfall oder Tod des Versicherten bzw. bei bedeutendem Sachschaden am Eigentum des Versicherten infolge von Elementarereignissen, bei Schwangerschaftskomplikationen und bei unverschuldetem Verlust des Arbeitsplatzes. Der Selbstbehalt beträgt lediglich 20% der Stornokosten (nicht des Reisepreises!), mindestens Euro 25,-.

Genauere Informationen über Versicherungsleistung und Ablauf entnehmen Sie bitte dem Versicherungsausweis, der Ihnen mit den Reiseunterlagen ausgehändigt wird. Details zur Reise-Rücktrittskostenversicherung finden Sie untenstehend.
 

Kundengeldabsicherung

Für die Absicherung österreichischer Kundengelder haben wir nach Maßgabe und Notwendigkeit der gesetzlichen Bestimmungen in Form einer Kundengeldabsicherung beim DRS - Deutschen Reisepreis Sicherungsverein VVAG, München vorgesorgt. Bei Eintreten des Schadensfalles ist die Europäische Reiseversicherung AG, A-1220 Wien, Kratochwjelstraße 4, Tel.: 01-317 25 00 Fax: 01-317 25 00 199, mit der Regulierung beauftragt.

Zur Absicherung der Kundengelder nach deutschem Recht (§ 651 k BGB) haben wir eine Kundengeldabsicherung beim „Deutscher Reisepreis-Sicherungsverein VVaG" abgeschlossen. Entsprechend der deutschen Gesetzgebung haben Sie diesen bereits mit der Buchungsbestätigung erhalten.


Reise-Rücktrittskostenversicherung - Europäische Reiseversicherung Aktiengesellschaft ÖSTERREICH

Terra Reisen hat für Ihre Sicherheit vorgesorgt und in den Reisepreis einen Storno- und Reiseabbruch-Schutz inkludiert.

Was bedeutet Storno-Schutz?
Sollten Sie die bei Terra Reisen gebuchte Reise nicht antreten können, dann bedeutet dies den Rücktritt vom Reisevertrag (Stornierung). In einem solchen Fall werden pauschalierte Stornogebühren in Rechnung gestellt. Die inkludierte Stornoversicherung ersetzt Ihnen die Gebühren abzüglich eines Selbstbehaltes, wenn ein versicherter Stornogrund vorliegt.

Was bedeutet Reise-Abbruch-Schutz?
Wenn eine bereits angetretene Reise abgebrochen werden muss. Die Ursache dafür kann die selbe sein, die vor dem Reiseantritt für die Stornierung der Reise ausschlaggebend ist. Gebuchte und bezahlte Aufenthalte müssen – obwohl von Ihnen nicht mehr konsumiert – unter Umständen voll bezahlt und können nicht zurück gegeben werden. Mit dem Reise-Abbruch-Schutz werden Ihnen bezahlte Reiseleistungen abzüglich eines Selbstbehaltes rückerstattet.

Welcher Stornogrund oder Grund für den Abbruch einer Reise muss vorliegen?
Ein Versicherungsfall liegt dann vor, wenn die versicherte Person aus einem der folgendem Gründe die Reise nicht antreten kann oder abbrechen muss:

1 Plötzlich eintretende schwere Erkrankung, schwere unfallbedingte Körperverletzung, Impfunverträglichkeit oder Tod der versicherten Person. Die Erkrankung, die unfallbedingte Körperverletzung oder Impfunverträglichkeit oder die Unfallfolge gilt als schwer, wenn sich daraus für die gebuchte Reise zwingend die Reiseunfähigkeit ergibt. Psychische Erkrankungen, die erstmals auftreten, sind versichert, wenn dadurch ein stationärer Krankenhausaufenthalt oder eine Behandlung durch einen Facharzt der Psychiatrie erforderlich wird. Bestehende Leiden (siehe jedoch Ausschlüsse auf der Folgeseite) sind nur dann versichert, wenn sie unerwartet akut werden.

2 Lockerung von implantierten Gelenken der versicherten Person, wenn sich daraus für die gebuchte Reise zwingend die Reiseunfähigkeit ergibt;

3 Schwangerschaft der versicherten Person, wenn die Schwangerschaft erst nach der Reisebuchung festgestellt worden ist. Wurde die Schwangerschaft bereits vor Reisebuchung festgestellt, werden die Stornokosten nur übernommen, wenn schwere Schwangerschaftskomplikationen (diese müssen ärztlich bestätigt sein) auftreten.

4 Plötzlich eintretende schwere Erkrankung oder schwere unfallbedingte Körperverletzung oder Tod (auch Selbstmord) von Familienangehörigen oder einer anderen persönlich nahestehenden Person ( diese muss bei Versicherungsabschluss im Versicherungsnachweis/ in der Buchungsbestätigung des Reisebüros namentlich genannt werden; pro Buchung kann nur eine nahestehende Person genannt werden), wodurch die Anwesenheit der versicherten Person dringend erforderlich ist.

5 Bedeutender Sachschaden am Eigentum der versicherten Person an ihrem Wohnort infolge Elementarereignis (Hochwasser, Sturm, etc.) oder Straftat eines Dritten, der ihre Anwesenheit erforderlich macht.

6 Unverschuldeter Verlust des Arbeitsplatzes infolge Kündigung der versicherten Person durch den Arbeitgeber.

7 Einberufung der versicherten Person zum Grundwehr- bzw. Zivildienst, vorausgesetzt die zuständige Behörde akzeptiert die Reisebuchung nicht als Grund zur Verschiebung der Einberufung.

8 Einreichung der Scheidungsklage (bei einvernehmlicher Trennung der dementsprechende Antrag) beim zuständigen Gericht unmittelbar vor der versicherten gemeinsamen Reise der betroffenen Ehepartner.

9 Bei eingetragenen Lebenspartnerschaften die Einreichung der Aulösungsklage (bei einvernehmlicher Trennung der entsprechende Antrag) unmittelbar vor der versicherten gemeinsamen Reise der betroffenen Lebenspartner

10 Auflösung der Lebensgemeinschaft (mit gleicher Meldeadresse seit mindesten sechs Monaten) durch Aufgabe des gemeinsamen Wohnsitzes unmittelbar vor der versicherten gemeinsamen Reise der betroffenen Lebenspartner

11 Nicht bestehen der Reifeprüfung oder einer gleichartigen Abschlussprüfung einer mindestens 3-jährigen Schulausbildung durch die versicherte Person unmittelbar vor dem Reisetermin der vor der Prüfung, gebuchten, versicherten Reise.

12 Eintreffen einer unerwarteten, gerichtlichen Vorladung der versicherten Person, vorausgesetzt das zuständige Gericht akzeptiert die Reisebuchung nicht als Grund zur Verschiebung der Vorladung

Der Versicherungsfall gilt für die betroffene versicherte Person und zusätzlich für folgende gleichwertig versicherte mitreisende Personen: Familienangehörige der betroffenen versicherten Person und pro versichertem Ereignis maximal drei weitere Personen. Gleichwertig versichert ist, wer für den Versicherungsfall beim Versicherer ebenfalls versichert ist.

Als Familienangehörige gelten Ehepartner (bzw. eingetragener Lebenspartner oder im gemeinsamen Haushalt lebender Lebensgefährte), Kinder (Stief-, Schwieger-, Enkel-, Pflege-), Eltern (Stief-, Schwieger-, Groß-, Pflege-), Geschwister und Schwager/Schwägerin der versicherten Person – bei eingetragenem Lebenspartner oder im gemeinsamen Haushalt lebendem Lebensgefährten zusätzlich dessen Kinder, Eltern und Geschwister.

Ein Versicherungsfall liegt auch dann vor, wenn die versicherte Person die Reise abbrechen muss, weil Unruhen aller Art, Naturkatastrophen oder Epidemien vor Ort die körperliche Sicherheit der versicherten Person konkret gefährden (eine Gefährdung liegt jedenfalls dann vor, wenn das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten eine Reisewarnung für das betroffene
Land oder Gebiet verlautbart hat), und dadurch die Unzumutbarkeit der Fortsetzung der Reise eindeutig gegeben ist.

Wie hoch ist der Selbstbehalt?
Der Selbstbehalt im Schadenfall beträgt 20% der Stornogebühren (Storno) bzw. der nicht genutzten Reiseleistungen (Reiseabbruch), zumindest jedoch € 25,– pro gebuchter Einheit (Appartement oder Zimmer).

Wann gilt der Versicherungsschutz?
Der Storno-Schutz gilt ab der Buchung der Reise bis zum Reiseantritt.  Der Reiseabbruch- Schutz gilt ab Verlassen der Wohnortes (Reiseantritt) bis zum gebuchtem Reiseende.

Was ist im Schadenfall zu tun?
Wenn Sie die Reise nicht antreten können, stornieren Sie bitte unverzüglich bei der Buchungsstelle (z.B. Reisebüro) und verständigen Sie gleichzeitig die Europäische Reiseversicherung AG (per Post: Kratochwjlestraße 4, 1220 Wien,Telefon +43/1/317 25 00-73930, Fax +43/1/319 93 67-73930, E-Mail: schaden@europaeische.at oder Online-Schadensmeldung unter www.europaeische.at).
Geben Sie dabei folgende Daten bekannt: Vor- und Zuname, Adresse, Reisetermin, Stornodatum und -grund, Buchungsbestätigung und Versicherungsnachweis. Bei Erkrankung/Unfall lassen Sie sich bitte ein detailliertes ärztliches Attest/Unfallbericht ausstellen – bei Reiseabbruch vom Arzt vor Ort. Wenn Sie bei Reiseabbruch Hilfe bei der Organisation Ihrer Rückreise haben, melden Sie sich bitte unverzüglich unter der Notrufnummer: +43/1/50 444 00.

Für die rasche Schadensbearbeitung schicken Sie uns bitte folgende Unterlagen:
• Buchungsbestätigung
• bei Reisestorno: Stornokostenrechnung von Terra Reisen und vollständig ausgefülltes Schadensformular (unter www.europaeische.at herunterladen oder telefonisch unter +43/1/317 25 00-739 30 anfordern)
• Bei Reiseabbruch: Nicht genutzte oder umgebuchte Reisedokumente (z.B. Voucher)
• Belege über den Versicherungsfall (z.B. Mutter-Kind-Pass, Einberufungsbefehl, Scheidungsklage, Maturazeugnis, Sterbeurkunde);
• Bei Erkrankung/Unfall: Detailliertes ärztliches Attest/Unfallbericht, Krankmeldung bei der Sozialversicherung und Bestätigung über verordnete Medikamente

Ausschlüsse und Obliegenheiten!
Kein Versicherungsschutz besteht, wenn der Reisestorno- oder Reiseabbruchgrund in Zusammenhang steht mit folgenden Erkrankungen oder Behandlungen:
• Dialyse, Organtransplantationen, Aids, Schizophrenie;
• psychische Erkrankungen (mit Ausnahme des erstmaligen Auftretens);
• wenn diese innerhalb von zwölf Monaten vor Versicherungsabschluss (bei Reisestorno) bzw. Reiseantritt (bei Reiseabbruch) stationär behandelt wurden: Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebsleiden, Diabetes (Typ 1), Epilepsie, Multiple Sklerose;

Die versicherte Person hat
• bei Eintritt eines versicherten Reisestornogrundes unverzüglich die Reise zu stornieren, um die Stornokosten möglichst niedrigzu halten;
• den Versicherungsfall dem Versicherer unverzüglich unter Angabe des Reisestorno- bzw. Reiseabbruchgrundes zu melden;
• bei Erkrankung oder Unfall eine entsprechende Bestätigung des behandelnden Arztes (bei Reiseabbruch vom Arzt vor Ort)ausstellen zu lassen;
• unverzüglich die oben genannten Unterlagen an den Versicherer zu senden:
• sich auf Verlangen des Versicherers durch die vom Versicherer bezeichneten Ärzte untersuchen zu lassen;
• dem Versicherer jede sachdienliche Auskunft wahrheitsgemäß zu erteilen und jede zumutbare Untersuchung über Ursache und Höhe der Leistungspflicht zu gestatten, insbesondere die mit dem Versicherungsfall befassten Behörden, Ärzte, Krankenhäuser, Sozial- und Privatversicherer zu ermächtigen und zu veranlassen, die vom Versicherer verlangten Auskünfte zu erteilen.

Wie lauten die genauen Versicherungsbedingungen?
Es gelten die EUROPÄISCHE Reiseversicherungsbedingungen ERV-RVB in der letztgültigen Fassung- diese erhalten Sie auf Wunsch vom Service Center der Europäischen Reiseversicherung

Ich brauche mehr Information!
Für Auskünfte und Fragen zu Ihrem Versicherungsschutz steht Ihnen das Service-Center der Europäischen Reiseversicherung unter Telefon 01/317 25 00- 739 30 (Fax 01/319 93 67- 73930; Email: info@europaeische.at) Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr gerne zur Verfügung.

Reiserücktrittskosten-Versicherung Kollektiv-Versicherungsausweis (Versicherungsschein)

Die Europäische Reiseversicherung AG (nachstehend ERV genannt) gewährt dem Reiseteilnehmer/Mieter (versicherte Person) über den Veranstalter/Vermieter Versicherungsschutz für die nebenstehenden Versicherungsleistungen gemäß Artikel 1–12 sowie Teil A und B der nachfolgend abgedruckten Versicherungsbedingungen für Reiseversicherungen der EuropäischeReiseversicherung AG (VB-ERV 2011). Mündliche Vereinbarungen sind unwirksam. Versicherungsschutz besteht mit der Buchung der Reise/dem Abschluss des Mietvertrags für die dort genannten Personen. Ansprüche der versicherten Person gegen den Versicherer können ohne Zustimmung des Veranstalters/Vermieters gegenüber der Europäischen Reiseversicherung AG Leistungsabteilung Postfach 800545 in 81605 München geltend gemacht werden.

Nur für Schadensmeldungen: Tel. +49 (0) 89 4166 - 1799 oder unter www.erv.de/schadensmeldung


Versicherungsbedingungen für Reiseversicherungen der Europäische Reiseversicherung AG (VB-ERV 2011)

Artikel 1– 12 und das Glossar gelten für alle Reiseversicherungen der Europäische Reiseversicherung AG (nachstehend ERV genannt). Der jeweils abgeschlossene Versicherungsschutz  ist in den nachfolgenden  Teilen A und B geregelt.

Allgemeine Bestimmungen

Artikel 1 Versicherte Reise
Versicherungsschutz besteht für die jeweils versicherte Reise.

Artikel 2 Beginn und Ende des Versicherungsschutzes
Der Versicherungsschutz
a) ist für die gesamte Dauer der Reise abzuschließen;
b) beginnt in der Reiserücktritts-Versicherung (Teil A) mit dem Ab- schluss des Versicherungsvertrages, frühestens jedoch mit Buchung der Reise und endet mit dem Antritt der Reise. Für den Verspätungsschutz während der Hinreise (Teil A § 5) endet der Versicherungsschutz mit Ende der Hinreise;
c) entfällt;
d) beginnt in den übrigen Versicherungssparten mit dem vereinbarten Zeitpunkt, frühestens mit Antritt der Reise und endet mit dem vereinbarten Zeitpunkt, spätestens jedoch mit Beendigung der versicherten Reise;
e)  verlängert sich über den vereinbarten Zeitpunkt hinaus, wenn sich die planmäßige Beendigung der Reise aus Gründen verzögert, die die versicherte Person nicht zu vertreten hat.

Artikel 3 Prämie
entfällt.

Artikel 4 Ausschlüsse
1. Nicht versichert sind Schäden durch Krieg, Bürgerkrieg, kriegsähn- liche Ereignisse, innere Unruhen, Pandemien, Kernenergie oder sonstige ionisierende Strahlung, Streik und andere Arbeitskampfmaßnahmen, Beschlagnahme und sonstige Eingriffe von hoher Hand sowie Schäden in Gebieten, für welche zum Zeitpunkt der Einreise der versicherten Person eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland bestand.

2.  Schäden durch Krieg, Bürgerkrieg, kriegsähnliche Ereignisse oder innere Unruhe sind jedoch versichert, wenn die versicherte Person während der versicherten Reise von einem dieser Ereignisse überrascht wird. Der Versicherungsschutz erlischt am Ende des 14. Tages nach Beginn des jeweiligen Ereignisses. Die Erweiterung gilt nicht bei Reisen in Staaten, auf deren Gebiet zur Zeit der Einreise der versicherten Person bereits Krieg, Bürgerkrieg oder innere Unruhe herrscht oder kriegsähnliche Ereignisse bestehen bzw. für die zum Zeitpunkt der Einreise eine Reisewarnung des Auswär- tigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland existiert hat. Sie gilt auch nicht für die aktive Teilnahme am Krieg, Bürgerkrieg, an kriegsähnlichen Ereignissen oder inneren Unruhen sowie für Unfallfolgen bzw. Erkrankungen durch den Einsatz von ABC-Waffen.

3. Nicht versichert sind Schäden im Zusammenhang mit Terrorangriffen, sofern das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland vor Antritt der Reise eine Reisewarnung für das entsprechende Zielgebiet ausgesprochen hat.

Artikel 5 Obliegenheiten nach Eintritt des Versicherungsfalles
1. Die versicherte Person ist verpflichtet,
a)  alles zu vermeiden, was zu unnötigen Kosten führen könnte
(Schadensminderungspflicht);
b) den Schaden der ERV unverzüglich anzuzeigen;
c)  der ERV jede zumutbare Untersuchung über Ursache und Höhe ihrer Leistungspflicht zu gestatten, jede sachdienliche Auskunft wahrheitsgemäß zu erteilen, Originalbelege einzureichen und ggf. die behandelnden Ärzte von ihrer Schweigepflicht zu ent binden, soweit die Kenntnis der Daten für die Beurteilung der Leistungspflicht oder des Leistungsumfangs erforderlich ist.

2. Wird eine dieser Obliegenheiten vorsätzlich verletzt, ist die ERV von ihrer Verpflichtung zur Leistung frei. Bei grob fahrlässiger Verlet- zung der Obliegenheit ist die ERV berechtigt, ihre Leistung in dem Verhältnis zu kürzen, das der Schwere des Verschuldens der versicherten Person entspricht. Die ERV bleibt insoweit zur Leistung verpflichtet, als die Verletzung keinen Einfluss auf die Feststellung oder den Umfang der Leistungsverpflichtung der ERV gehabt hat,
es sei denn, dass die versicherte Person arglistig gehandelt hat.

Artikel 6 Zahlung der Entschädigung
1.  Ist die Leistungspflicht der ERV dem Grunde und der Höhe nach festgestellt, erfolgt die Auszahlung der Entschädigung binnen zwei Wochen.

2. Von der versicherten Person in fremder Währung aufgewandte Kosten werden dieser in Euro zum Wechselkurs des Tages erstat- tet, an dem diese Kosten von der versicherten Person gezahlt wurden.

Artikel 7 Ansprüche gegen Dritte
1.  Ersatzansprüche gegen Dritte gehen im gesetzlichen Umfang bis zur Höhe der geleisteten Zahlung auf die ERV über.

2. Sofern erforderlich, ist die versicherte Person verpflichtet, in diesem Umfang Ersatzansprüche an die ERV abzutreten.

Artikel 8 Besondere Verwirkungsgründe
Die ERV wird von der Verpflichtung zur Leistung frei, wenn die versicherte Person die ERV nach Eintritt des Versicherungsfalles arglistig über Umstände zu täuschen versucht, die für den Grund oder die Höhe der Leistung von Bedeutung sind oder aus Anlass des Versicherungs- falles, insbesondere in der Schadensanzeige, vorsätzlich oder arglistig unwahre Angaben macht, auch wenn hierdurch der ERV kein Nachteil entsteht. Bei Vorsatz bleibt die ERV insoweit zur Leistung verpflichtet, als die Verletzung keinen Einfluss auf die Feststellung oder den Umfang der Leistungsverpflichtung der ERV gehabt hat.

Artikel 9 Entschädigung aus anderen Versicherungsverträgen
1.  Soweit im Versicherungsfall eine Entschädigung aus anderen Versicherungsverträgen beansprucht werden kann, gehen diese Leistungsverpflichtungen vor. Dies gilt auch dann, wenn in einem dieser Versicherungsverträge ebenfalls eine nachrangige Haftung vereinbart ist. Die Ansprüche der versicherten Person bleiben hiervon unberührt und unbeeinträchtigt. Meldet die versicherte Person den Versicherungsfall der ERV, wird diese in Vorleistung treten und den Schadensfall bedingungsgemäß regulieren.

2.  entfällt.

Artikel 10 Inländische Gerichtsstände / anwendbares Recht
1.  Gerichtsstand für Klagen gegen die ERV ist München oder der
Wohnsitz des Versicherungsnehmers in Deutschland.

2. Soweit gesetzlich zulässig, gilt deutsches Recht.

Artikel 11 Verjährung
1.  Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag verjähren innerhalb von drei Jahren. Die Verjährung beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der versicherten Person bekannt war bzw. bekannt sein musste.

2. Hat die versicherte Person ihren Anspruch bei der ERV angezeigt, ist die Verjährung so lange gehemmt, bis der versicherten Person die Entscheidung der ERV zugegangen ist.

Artikel 12 Anzeigen  und Willenserklärungen
Anzeigen und Willenserklärungen der versicherten Person, des Versicherungsnehmers und der ERV bedürfen der Textform, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist. Versicherungsver-treter sind zur Entgegennahme nicht bevollmächtigt.

A Reiserücktritts- Versicherung

§ 1 Gegenstand der Versicherung
1. Die ERV berät die versicherte Person vor Stornierung der Reise durch ihren Medizinischen Beratungsservice.
2. Die ERV leistet Entschädigung
a)  bei Stornierung der Reise;
b) bei verspätetem Reiseantritt;
c)  bei Verspätung während der Hinreise;
d) für Reisevermittlungsentgelte;
e)  für Umbuchungsgebühren.

§ 2 Stornierung der Reise
1. Die ERV erstattet die vertraglich geschuldeten Stornokosten bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme, sofern
a)  die versicherte Person oder eine Risikoperson von einem der nachstehenden versicherten Ereignisse betroffen wird;
b) bei Buchung der versicherten Reise mit Eintritt dieses Ereignisses nicht zu rechnen war;
c)  die Stornierung aufgrund dieses Ereignisses erfolgte und
d) der versicherten Person die planmäßige Durchführung der
Reise deshalb nicht zumutbar ist.
2. Versichertes Ereignis ist die unerwartete schwere Erkrankung. Als unerwartet gilt die Erkrankung, die nach Versicherungsabschluss erstmals auftritt. Verschlechterungen bereits bestehender Erkrankungen gelten dann als unerwartet, wenn in den letzten sechs Mona- ten vor Versicherungsabschluss keine ärztliche Behandlung erfolgte; ausgenommen hiervon sind Kontrolluntersuchungen.
3. Versicherte Ereignisse sind außerdem
a)  Tod;
b) schwere Unfallverletzung;
c)  unerwarteter Termin zur Spende von Organen und Geweben
(Lebendspende) im Rahmen des Transplantationsgesetzes;
d) Schwangerschaft;
e)  Impfunverträglichkeit;
f)  Bruch von Prothesen und Lockerung von implantierten Gelenken; g) Schaden am Eigentum durch Feuer, Wasserrohrbruch, Elementarereignisse oder Straftat eines Dritten, sofern der Schaden
erheblich oder die Anwesenheit der versicherten Person bzw. einer mitreisenden Risikoperson zur Schadensfeststellung erforderlich ist;
h)  Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber. Wahlweise anstelle der Stornokosten erstattet die ERV den Restreisepreis bis zur Höhe der zum Zeitpunkt
des Eintritts des versicherten Ereignisses vertraglich geschuldeten Stornokosten. Das Wahlrecht ist unverzüglich bei Meldung des Versicherungsfalles gegenüber der ERV auszuüben;
i)    Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses einschließlich Arbeitsplatzwechsel;
j)    konjunkturbedingte Kurzarbeit, sofern die versicherte Person für einen Zeitraum von mindestens drei aufeinanderfolgenden Monaten von konjunkturbedingter Kurzarbeit betroffen wird und sich der regelmäßige monatliche Brutto-Vergütungsanspruch der versicherten Person aufgrund der Kurzarbeit um mindestens 35 % verringert;
k)  Wiederholung einer nicht bestandenen Prüfung an einer Schule / Universität, sofern der Termin für die Wiederholungsprüfung unerwartet in die versicherte Reisezeit fällt oder innerhalb von
14 Tagen nach planmäßigem Reiseende stattfinden soll;
l)    bei Schülerreisen: endgültiger Austritt aus dem Klassenverband vor Beginn der versicherten Reise, z. B. wegen Schulwechsels oder Nichtversetzung in die nächst höhere Klasse.
4. Risikopersonen sind
a)  die Angehörigen der versicherten Person;
b) Betreuungspersonen;
c)  die Mitreisenden sowie deren Angehörige und Betreuungspersonen, sofern nicht mehr als vier Personen und ggf. zwei weitere mitreisende minderjährige  Kinder die Reise gemeinsam gebucht haben. Mitreisende Angehörige gelten immer als Risikopersonen.

§ 3 Medizinischer Beratungsservice
1. Sofern die versicherte Person nach Buchung der Reise erkrankt oder Unfallverletzungen erleidet, berät die ERV durch ihren Medizinischen Beratungsservice, ob und wann die versicherte Reise storniert werden sollte.
2. Stellt sich entgegen der Einschätzung des Medizinischen Beratungsservices heraus, dass die versicherte Reise doch nicht angetreten werden kann, gilt die Stornierung als unverzüglich, wenn sie zu dem Zeitpunkt erfolgt, an welchem die Reiseunfähigkeit feststeht.
3. Storniert die versicherte Person entgegen dem Rat des Medizinischen Beratungsservices die Reise zunächst nicht und wird die Reise später aufgrund dieser Erkrankung oder Unfallverletzungen doch nicht angetreten, erstattet die ERV die Stornokosten, die bei unverzüglicher Stornierung angefallen wären.

§ 4 Verspäteter Reiseantritt
1. Die ERV erstattet bei verspätetem Reiseantritt
a)  die nachgewiesenen Mehrkosten der Hinreise entsprechend der ursprünglich gebuchten Art und Qualität;
b) die nicht genutzten Reiseleistungen abzüglich der Hinreise- kosten.
2. Voraussetzung hierfür ist, dass die versicherte Person im Fall der Reisestornierung gemäß § 2 Anspruch auf Versicherungsleistung gehabt hätte.
3.  Die Erstattung gemäß Nr. 1 a) und b) erfolgt insgesamt bis zur Höhe der Stornokosten, die bei unverzüglicher Stornierung der Reise angefallen wären, maximal jedoch bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme.

§ 5 Verspätungsschutz während der Hinreise
1. Die ERV erstattet
a)  die Mehrkosten der Hinreise entsprechend der ursprünglich gebuchten Art und Qualität bis zu € 1.500,– je Versicherungsfall, wenn die versicherte Person infolge der Verspätung eines öffentlichen Verkehrsmittels um mindestens zwei Stunden (hierbei wird auf die verspätete Ankunft am Zielort abgestellt) ein Anschlussverkehrsmittel versäumt und deshalb die Hinreise verspätet fortsetzen muss;
b)  die nachgewiesenen Kosten für notwendige und angemessene Aufwendungen (Verpflegung und Unterkunft) bis zu € 150,– je Versicherungsfall, wenn die Hinreise der versicherten Person sich wegen einer Verspätung eines öffentlichen Verkehrsmittels um mindestens zwei Stunden verzögert.
2.  Voraussetzung ist, dass das Anschlussverkehrsmittel mitversichert wurde.

§ 6 Reisevermittlungsentgelte
1. Die ERV erstattet das dem Reisevermittler von der versicherten Person geschuldete Vermittlungsentgelt bis maximal € 100,– je Person, sofern dieses bereits zum Zeitpunkt der Buchung der Reise vertraglich vereinbart, geschuldet und in Rechnung gestellt sowie
bei der Höhe der gewählten Versicherungssumme berücksichtigt wurde.
2. Voraussetzung hierfür ist, dass die versicherte Person einen Anspruch auf Ersatz der Stornokosten gemäß § 2 hat. Nicht erstattet werden Entgelte, die dem Reisevermittler erst infolge der Stornierung der Reise geschuldet werden (z. B. Bearbeitungsgebühren für eine Reisestornierung).

§ 7 Umbuchungsgebührenschutz
Die ERV erstattet die entstehenden Umbuchungsgebühren der versicherten Person bis zur Höhe der Stornokosten, die bei unverzüglicher Stornierung der Reise angefallen wären, sofern die versicherte Person Anspruch auf Erstattung der Stornokosten gehabt hätte.

§ 8 Ausschlüsse
Kein Versicherungsschutz besteht,
a)  sofern die Erkrankung eine psychische Reaktion auf ein Kriegsereignis, innere Unruhen, einen Terrorakt, ein Flugunglück oder auf die Befürchtung von Kriegsereignissen, inneren Unruhen oder Terrorakten ist;
b) bei psychischen Erkrankungen, sowie bei Suchterkrankungen;
c)  wenn der von der ERV beauftragte Vertrauensarzt (siehe § 9 Nr. 3 c) die Reiseunfähigkeit nicht bestätigt;
d) bei medizinischen Maßnahmen an nicht körpereigenen Organen und anderen Hilfsmitteln (z. B. Hörgeräten);
e)  für Vermittlungsentgelte, die dem Reisevermittler aufgrund der Stornierung der Reise geschuldet werden (z. B. Bearbeitungsgebühren für eine Reisestornierung);
f) für die Gebühren zur Erteilung eines Visums;
g) für Abschussprämien bei Jagdreisen.

§ 9 Obliegenheiten nach Eintritt des Versicherungsfalles
1.  Um eine Leistung gemäß § 2 zu erhalten, ist die versicherte Person verpflichtet, nach Eintritt des versicherten Rücktrittsgrundes die Reise unverzüglich zu stornieren, um die Stornokosten möglichst niedrig zu halten.
2. Die versicherte Person hat folgende Unterlagen bei der ERV ein- zureichen:
a)  Versicherungsnachweis, Buchungsunterlagen sowie ggf. eine Stornokosten-Rechnung, eine Rechnung über Vermittlungsentgelte einschließlich des Zahlungsnachweises und das ausgefüllte Schadensformular;
b) bei unerwarteter schwerer Erkrankung, schwerer Unfallverletzung, Schwangerschaft, Impfunverträglichkeit sowie Bruch von Prothesen und Lockerung von implantierten Gelenken ein
ärztliches Attest;
c)  bei einem unerwarteten Termin zur Spende von Organen oder
Geweben eine ärztliche Bestätigung über den Termin;
d) bei Tod eine Sterbeurkunde;
e)  bei Schaden am Eigentum geeignete Nachweise (z. B. Polizeiprotokoll);
f)   bei Verlust des Arbeitsplatzes das Kündigungsschreiben des
Arbeitgebers;
g) bei Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses bzw. Arbeitsplatzwechsel eine Kopie des neuen Arbeitsvertrages als Nachweis für das neue Arbeitsverhältnis;
h)  bei Kurzarbeit eine Bestätigung  des Arbeitgebers über die Dauer der Kurzarbeit und über das Maß der Verminderung des Vergütungsanspruchs;
i)    bei Wiederholung einer Prüfung bzw. endgültigem Austritt aus dem Klassenverband eine Bestätigung der Schule / Universität;
j)   im Falle der Stornierung einer Ferienwohnung, eines Mietwagens, eines Wohnmobils oder Wohnwagens sowie bei Bootscharter eine Bestätigung des Vermieters über die Nichtweitervermietbarkeit des Objekts;
k) im Falle einer Verspätung eines öffentlichen Verkehrsmittels eine Bestätigung vom Beförderungsunternehmen über die Verspätung des öffentlichen Verkehrsmittels.
3. Die versicherte Person ist zum Nachweis des versicherten Ereignisses auf Verlangen der ERV außerdem verpflichtet,
a)  eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sowie ggf. ein fachärztliches Attest einzureichen;
b)  der ERV das Recht einzuräumen, die Frage der Reiseunfähigkeit infolge einer schweren Unfallverletzung oder einer unerwarteten schweren Erkrankung durch ein fachärztliches Gutachten
überprüfen zu lassen;
c)  sich durch einen von der ERV beauftragten Vertrauensarzt untersuchen zu lassen.
4. Wird eine dieser Obliegenheiten vorsätzlich verletzt, ist die ERV von der Verpflichtung zur Leistung frei. Bei grob fahrlässiger Verletzung der Obliegenheit ist die ERV berechtigt, ihre Leistung in dem Verhältnis zu kürzen, das der Schwere des Verschuldens der versicherten Person entspricht. Die ERV bleibt insoweit zur Leistung verpflichtet, als die Verletzung keinen Einfluss auf die Feststellung oder den Umfang der Leistungsverpflichtung der ERV gehabt hat,
es sei denn, dass die versicherte Person arglistig gehandelt hat.

§ 10 Selbstbeteiligung
Bei Tarifen mit Selbstbeteiligung beträgt die von der versicherten Person zu tragende Selbstbeteiligung je Versicherungsfall 20 % des erstattungsfähigen Schadens, mindestens jedoch € 25,– je Person.

§ 11 Versicherungswert / Unterversicherung
entfällt.

B Reiseabbruch-Versicherung

§ 1 Gegenstand der Versicherung
Die ERV leistet Entschädigung bei
a) außerplanmäßiger Beendigung der Reise;
b) nicht genutzten Reiseleistungen;
c) Verspätung während der Rückreise;
d) verlängertem Aufenthalt;
e) Unterbrechung der Rundreise;
f)  Feuer, Wasserrohrbruch oder Elementarereignissen während der
Reise.

§ 2 Abbruch der Reise / außerplanmäßige Beendigung
1. Die ERV erstattet bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme den anteiligen Reisepreis für nicht genutzte Reiseleistungen abzüglich der Rückreisekosten, sofern die Reise vorzeitig abgebrochen wird.

2.  Bei außerplanmäßiger Beendigung der Reise erstattet die ERV die zusätzlichen Kosten der Rückreise entsprechend der ursprünglich gebuchten Art und Qualität, sofern die Rückreise mitgebucht und mitversichert worden ist.

3. Voraussetzung für eine Leistung gemäß Nr. 1 und Nr. 2 ist, dass
a)  die versicherte Person oder eine Risikoperson von einem der nachstehenden versicherten Ereignisse betroffen wird,
b) bei Antritt der versicherten Reise mit Eintritt dieses Ereignisses nicht zu rechnen war,
c)  der Abbruch bzw. die außerplanmäßige Beendigung der Reise aufgrund dieses Ereignisses erfolgte und
d)  der versicherten Person die planmäßige Durchführung bzw. Beendigung der Reise deshalb nicht zumutbar ist.

4.  Versichertes Ereignis ist die unerwartete schwere Erkrankung.
Als unerwartet gilt die Erkrankung, die nach Antritt der Reise erstmals auftritt. Verschlechterungen bereits bestehender Erkrankungen gelten dann als unerwartet, wenn in den letzten sechs Monaten vor Antritt der Reise keine ärztliche Behandlung erfolgte; ausgenommen hiervon sind

5. Versicherte Ereignisse sind außerdem
a) Tod;
b) schwere Unfallverletzung;
c)  Schwangerschaft;
d) Bruch von Prothesen und Lockerung von implantierten Gelenken;
e)  Schaden am Eigentum durch Feuer, Wasserrohrbruch, Elementarereignisse oder Straftat eines Dritten, sofern der Schaden erheblich oder die Anwesenheit der versicherten Person bzw. einer mitreisenden Risikoperson zur Schadensfeststellung erforderlich ist.

6. Risikopersonen sind
a)  die Angehörigen der versicherten Person;
b) Betreuungspersonen;
c)  die Mitreisenden sowie deren Angehörige und Betreuungspersonen, sofern nicht mehr als vier Personen und ggf. zwei weitere mitreisende minderjährige  Kinder die Reise gemeinsam gebucht haben. Mitreisende Angehörige gelten immer als Risikopersonen.

§ 3 Nicht genutzte Reiseleistungen bei Reiseunterbrechung
Unterbricht die versicherte Person die versicherte Reise, weil sie aufgrund unerwarteter schwerer Erkrankung oder schwerer Unfallverletzung stationär behandelt werden muss, erstattet die ERV den anteiligen Reisepreis für während dieser Zeit nicht genutzte Reiseleistungen.

§ 4 Verspätungsschutz während der Rückreise
1. Die ERV erstattet

a)  die Mehrkosten der Rückreise entsprechend der ursprünglich gebuchten Art und Qualität bis zu € 1.500,– je Versicherungsfall, wenn die versicherte Person infolge der Verspätung eines öffentlichen Verkehrsmittels um mindestens zwei Stunden (hierbei wird auf die verspätete Ankunft am Zielort abgestellt) ein Anschlussverkehrsmittel versäumt und deshalb die Rückreise verspätet fortsetzen muss;
b)  die nachgewiesenen Kosten für notwendige und angemessene Aufwendungen (Verpflegung und Unterkunft) bis zu € 150,– je Versicherungsfall, wenn die Rückreise der versicherten Person sich wegen einer Verspätung eines öffentlichen Verkehrsmittels um mindestens zwei Stunden verzögert.

2.  Voraussetzung ist, dass das Anschlussverkehrsmittel mitversichert wurde.

§ 5 Verlängerter Aufenthalt
1. Wird die versicherte Person oder eine mitreisende Risikoperson aufgrund unerwarteter schwerer Erkrankung oder schwerer Unfallverletzung während der versicherten Reise reiseunfähig und kann sie deshalb die versicherte Reise nicht planmäßig beenden, erstattet die ERV je Versicherungsfall die nachgewiesenen zusätzlichen Kosten, die der versicherte Person für die Unterkunft entstehen

a)  bis zu € 1.500,–, sofern eine mitreisende Risikoperson sich in stationärer Behandlung befindet oder
b) bis zu € 750,–, sofern lediglich eine ambulante Behandlung der versicherten Person oder einer mitreisenden Risikoperson erfolgt.

2.  Voraussetzung hierfür ist, dass die Unterkunft mitgebucht und mitversichert wurde. Bei Erstattung der Kosten wird auf die ursprünglich gebuchte Qualität abgestellt. Nicht erstattet werden die Kosten für den stationären Aufenthalt.

§ 6 Unterbrochene Rundreise
Die ERV erstattet bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme die Nachreisekosten zum Wiederanschluss an die Reisegruppe, wenn die versicherte Person oder eine mitreisende Risikoperson der gebuchten Rundreise wegen eines versicherten Ereignisses gemäß § 2 Nr. 4 und Nr. 5 vorübergehend nicht folgen kann. Erstattet werden die Nachreisekosten maximal bis zum Wert der noch nicht genutzten
Reiseleistungen abzüglich der Rückreisekosten.

§ 7 Feuer, Wasserrohrbruch oder Elementarereignisse während der Reise
1.  Kann die versicherte Reise wegen Feuer, Wasserrohrbruch oder eines Elementarereignisses am Urlaubsort nicht planmäßig beendet werden oder ist die Anwesenheit der versicherten Person oder einer mitreisenden Risikoperson an ihrem Wohnort wegen eines dieser Ereignisse zwingend erforderlich, erstattet die ERV die Mehrkosten der außerplanmäßigen Rückreise und des verlängerten Aufenthaltes.
2.  Voraussetzung hierfür ist, dass die Unterkunft bzw. die Rückreise mitgebucht und mitversichert wurden. Bei Erstattung der Kosten wird auf die ursprünglich gebuchte Art und Qualität abgestellt.

§ 8 Ausschlüsse
Kein Versicherungsschutz besteht,

a) sofern die Erkrankung eine psychische Reaktion auf ein Kriegsereignis, innere Unruhen, einen Terrorakt, ein Flugunglück oder auf die Befürchtung von Kriegsereignissen, inneren Unruhen oder Terrorakten ist;
b) bei psychischen Erkrankungen sowie bei Suchterkrankungen;
c)  bei medizinischen Maßnahmen an nicht körpereigenen Organen und anderen Hilfsmitteln (z. B. Hörgeräten);
d) für die Gebühren zur Erteilung eines Visums;
e) für Abschussprämien bei Jagdreisen.

§ 9 Obliegenheiten nach Eintritt des Versicherungsfalles
1. Die versicherte Person hat folgende Unterlagen bei der ERV ein- zureichen:

a)  Versicherungsnachweis, Buchungsunterlagen und Rechnungen;
b) bei unerwarteter schwerer Erkrankung, schwerer Unfallverletzung, Schwangerschaft sowie Bruch von Prothesen und Lockerung von implantierten Gelenken ein Attest eines Arztes am Aufenthaltsort;
c)  bei Tod eine Sterbeurkunde;
d)  bei Schaden am Eigentum und bei Feuer, Wasserrohrbruch oder Elementarereignissen während der Reise geeignete Nach weise (z. B. Polizeiprotokoll);
e)  im Falle einer Verspätung eines öffentlichen Verkehrsmittels eine Bestätigung vom Beförderungsunternehmen über die Verspätung des öffentlichen Verkehrsmittels.

2. Die versicherte Person ist zum Nachweis des versicherten Ereignisses auf Verlangen der ERV außerdem verpflichtet, der ERV das Recht einzuräumen, die Frage der Reiseunfähigkeit infolge einer unerwarteten schweren Erkrankung oder einer schweren Unfallverletzung durch ein fachärztliches Gutachten überprüfen zu lassen.

3. Wird eine dieser Obliegenheiten vorsätzlich verletzt, ist die ERV von ihrer Verpflichtung zur Leistung frei. Bei grob fahrlässiger Verletzung der Obliegenheit ist die ERV berechtigt, ihre Leistung in dem Verhältnis zu kürzen, das der Schwere des Verschuldens der versicherten Person entspricht. Die ERV bleibt insoweit zur Leistung verpflichtet, als die Verletzung keinen Einfluss auf die Feststellung oder den Umfang der Leistungsverpflichtung der ERV gehabt hat, es sei denn, dass die versicherte Person arglistig gehandelt hat.

§ 10 Selbstbeteiligung
Bei Tarifen mit Selbstbeteiligung beträgt die von der versicherten Person zu tragende Selbstbeteiligung je Versicherungsfall 20 % des erstattungsfähigen Schadens, mindestens jedoch € 25,– je Person.

§ 11 Versicherungswert / Unterversicherung entfällt.

Glossar

A

Abbruch der Reise
Eine Reise gilt als abgebrochen, wenn die versicherte Person den
Aufenthalt am Zielort endgültig beendet und nach Hause zurückreist.

Angehörige
Als Angehörige gelten der Ehe- bzw. Lebenspartner, der Lebensgefährte einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft, Kinder, Eltern, Adoptivkinder, Adoptiveltern, Pflegekinder, Pflegeeltern, Stiefkinder, Stiefeltern, Großeltern, Geschwi-ster, Enkel, Tanten, Onkel, Nichten, Neffen, Schwiegereltern, Schwiegerkinder und Schwäger der versi- cherten Person.

Antritt der Reise / Reiseantritt
Im Rahmen der Reiserücktritts-Versicherung und im Haus und Anrei- se plus gilt die Reise mit der Inanspruchnahme der ersten gebuchten Reiseleistung als angetreten. Als Antritt der Reise gilt in der Reiserücktritts-Versicherung und im Haus und Anreise plus im Einzelnen:
•   bei einer Flug-Reise: mit dem Check-in (bzw. beim Vorabend-Check-in mit der Sicherheitskontrolle des Reisenden am Reisetag)
•   bei einer Schiffs-Reise: mit dem Einchecken auf dem Schiff
•   bei einer Bus-Reise: mit dem Einsteigen in den Bus
•   bei einer Bahn-Reise: mit dem Einsteigen in den Zug
•   bei einer Auto-Reise: mit der Übernahme eines Mietwagens oder eines Wohnmobils, bei Anreise mit dem eigenen PKW mit dem Antritt der ersten gebuchten Reiseleistung, z. B. mit Übernahme der gebuchten Ferienwohnung.
Ist eine Transfer-Leistung (z. B. rail & fly) fester Bestandteil der Gesamtreise, beginnt die Reise mit dem Antritt des Transfers (Einstieg in das Transfer-Verkehrsmittel, z. B. Bahn).
In allen übrigen Reiseversicherungen ist die Reise mit dem Verlassen der Wohnung angetreten.

Arbeitsplatzwechsel
Arbeitsplatzwechsel umfasst den Wechsel eines Arbeitnehmers von einem Arbeitgeber zum anderen unter Auflösung des bisherigen und Begründung eines neuen Arbeitsverhältnisses. Die Versetzung innerhalb eines Unternehmens zählt nicht als Arbeitsplatzwechsel.

Arbeitsverhältnis
Arbeitsverhältnis bezeichnet das durch einen Arbeitsvertrag geregelte sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnis zwischen Arbeit- nehmer und Arbeitgeber. Vom Versicherungsschutz umfasst sind die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse mit einer Wochen- arbeitszeit von mindestens 15 Stunden, die zumindest auf eine Dauer von einem Jahr angelegt sind.

Auswärtiges Amt
Das Auswärtige Amt bildet zusammen mit den Auslandsvertretungen den Auswärtigen Dienst. Das Auswärtige Amt veröffentlicht umfang- reiche Informationen zu allen Staaten der Welt (so z. B. auch Reise- und Sicherheitshinweise bzw. Reisewarnungen).

Die Kontaktdaten lauten:
Postanschrift  Auswärtiges Amt, 11013 Berlin
Telefonzentrale  030 -18 170 (24-Stunden-Service)
Fax 030 -18 17 34 02
www.auswaertiges-amt.de

B

Betreuungspersonen
Betreuungspersonen sind diejenigen, die mitreisende oder nicht mit- reisende minderjährige oder pflegebedürftige Angehörige der versicherten Person betreuen (z. B. Au-pair).

E

Eingriffe von hoher Hand
Eingriffe von hoher Hand sind Maßnahmen der Staatsgewalt (z. B. Beschlagnahme des Zolls von exotischen Souvenirs oder Einreisever- weigerung aufgrund fehlender vorgeschriebener Einreisepapiere).

Elementarereignisse
Elementarereignisse sind: Explosion, Sturm, Hagel, Blitzschlag, Hochwasser, Überschwemmung, Lawinen, Vulkan-ausbruch, Erdbeben, Erdrutsch.

O

Öffentliche Verkehrsmittel
Öffentliche Verkehrsmittel sind alle für die öffentliche Personenbe- förderung zugelassenen Luft-, Land- oder Wasserfahrzeuge. Nicht als öffentliche Verkehrsmittel gelten Transportmittel, die im Rahmen von Rundfahrten / Rundflügen verkehren, sowie Mietwagen, Taxis und Kreuzfahrtschiffe.

P

Pandemie

Eine Pandemie liegt vor, wenn auf weiten Teilen eines Kontinents oder mehrerer Kontinente eine infektiöse Erkrankung ausbricht
(z. B. Pest).

R

Reiseantritt / Antritt der Reise
Siehe unter „A–Antritt der Reise“.

Reiseleistungen
Als Reiseleistungen gelten beispielsweise die Buchung eines Fluges, einer Schiffs-, Bus- oder Bahnfahrt, eines Bustransfers oder eines sonstigen Transportes zum Urlaubsort oder zurück bzw. vor Ort die Buchung eines Hotelzimmers, einer Ferienwohnung, eines Wohnmobils, eines Hausbootes oder das Chartern einer Yacht.

Restreisepreis
Restreisepreis ist der zum Zeitpunkt des Eintritts des versicherten Ereignisses in Rechnung gestellte Gesamtreisepreis der gebuchten und versicherten Reise abzüglich geschuldeter oder geleisteter Anzahlung.

S

Schule / Universität
Schulen sind
•   alle Bildungseinrichtungen, die dazu geeignet sind, die gesetzliche Schulpflicht zu erfüllen sowie jene Bildungseinrichtungen, die zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss, zur Mittleren Reife, zur Allgemeinen Hochschulreife, zur Fachbezogenen Hochschulreife oder zu einem sonstigen nach den jeweiligen Landesgesetzen für schulische Bildung anerkannten Schulabschluss führen;
•   ausbildungsbegleitende Schulen (Berufsschulen) und Schulen, in welchen nach einer bestimmten Berufspraxis ein weiterer von den Industrie- und Handelskammern oder den Handwerkskammern anerkannter Titel (z. B. Meistertitel) erworben werden kann.

Universitäten sind
•    alle Fachhochschulen und Universitäten, an denen ein akademischer Abschluss erworben werden kann.

U

Umbuchungsgebühren
Unter Umbuchungsgebühren fallen die Gebühren, die ein Veranstalter der versicherten Person in Rechnung stellt, weil sie beim selben Ver- anstalter ihre Reise hinsichtlich des Reiseziels bzw. des Reisetermins umgebucht hat.

Unverzüglich
Ohne schuldhaftes Zögern.

Urlaubsort
Als Urlaubsort gelten alle Orte einer Reise, die gebucht und versi- chert wurden. Sie sind als politische Gemeinde einschließlich eines Umkreises von 50 km zu verstehen. Davon umfasst sind alle Verbin- dungsstrecken zwischen den Urlaubsorten und zurück zum Heimatort.

V

Versicherte Adresse
Versicherte Adresse ist das Haus / die Wohnung der versicherten Person an ihrem Hauptwohnsitz.

Versicherter Aufenthalt
Versichert ist der vorübergehende Aufenthalt der versicherten Person in den Gastländern.

Versicherte Personen
Versicherte Personen sind die in der Versicherungsdokumentation (z. B. Prämienrechnung, Zahlungsbeleg, Beilage zum Versicherungsschein) namentlich genannten Personen oder der dort beschriebene Personenkreis.

Versicherungsnehmer
Versicherungsnehmer ist die Person, die mit der ERV einen Versicherungsvertrag abgeschlossen hat.

Versicherungsvertreter
Versicherungsvertreter ist derjenige, der als Vertreter des Versicherers mit dem Versicherungsnehmer den Versicherungsvertrag abschließt. Der Versicherungsmakler, der als Vertreter des Versicherungsnehmers auftritt, gilt nicht als Versicherungsvertreter.

Vertraglich geschuldete Stornokosten
Vertraglich geschuldete Stornokosten sind die Kosten, die der Rei- sende dem Leistungsträger, der zur Erbringung der Reiseleistung verpflichtet ist (z. B. Reiseveranstalter, Ferienwohnungsvermieter), bei Stornierung der Reise bzw. der Reiseleistung schuldet. Nicht hiervon erfasst sind Kosten, die im Rahmen der Vermittlung von Reiseleistungen anfallen (z. B. bei einem Vermittlungsvertrag mit einem Reisebüro).

 
 
 
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